Archiv

15. Mai, 18.00 Uhr: „Arbeitsbummelantinnen" an der nationalsozialistischen Heimatfront

Dr. Michael Löffelsender (Weimar) ist am 15. Mai zu Gast im Zeitgeschichtlichen Kolloquium. Sein Vortrag handelt von einem in der Forschung lange Zeit ignoriertem Thema: Von „Arbeitsbummelantinnen“ und „arbeitsunlustigen Jugendlichen“. Die strafrechtliche Arbeitsdisziplinierung an der nationalsozialistischen Heimatfront. Studierende sind wie immer herzlich willkommen.
Ort: Zwätzengasse 4, Beginn 18.00 Uhr (c.t.)


25. April, 19 Uhr: Von der Reichsautobahnbrücke zur Brücke der Deutschen Einheit

Seit 1936 war sie nicht nur ein Begriff, sondern auch ein Bild im Kopf: Die Reichsautobahnbrücke über die Saale bei Rudolphstein bzw. Hirschberg. Sie blieb bis in die Gegenwart ein beliebtes politisches Bildmotiv und Symbol. Die Saalebrücke auf der Autobahn München-Berlin bildet im Vortrag von Axel Doßmann den Ausgangspunkt für Beziehungsgeschichten zwischen dem nationalsozialistischen, geteilten und wieder vereinten Deutschland – samt vielen Fotografien und historischen Filmaufnahmen.

Donnerstag, 25. April, 19.00 Uhr in den Rosensälen in Jena
www.jena.de

Willkommen zum Sommersemester 2013: unser Lehrangebot

Nach dem Semester ist vor dem Semester: Sie sind herzlich eingeladen zu intensiver Auseinandersetzung mit Geschichte in Medien und Öffentlichkeit, direkt am Gegenstand, methodisch orientiert, theoretisch inspiriert:

Hauptseminar mit großer Exkursion
geleitet von Prof. Dr. Volkhard Knigge / Prof. Dr. Joachim von Puttkamer:
– Verlorene Zukunft?
Geschichtskultur und zeithistorische Museen im ehemaligen Jugoslawien

sowie zwei Übungen bzw. Aufbaumodule von Dr. Axel Doßmann
– Film, Fotografie, Zeugenschaft:
Chancen und Grenzen audiovisueller Geschichte am Beispiel von „Nacht und Nebel“
– Historische Spuren und Denkmale interpretieren lernen:
Archivforschungen zur Geschichtskultur Jenas.

weitere Informationen

28. Januar, 20.00 Uhr „Die Wohnung“ von Arnon Goldfinger im „Kino im Schillerhof“

Regisseur Arnon Goldfinger erzählt wie in einem Detektivfilm von einer deutsch-jüdischen Beziehungsgeschichte. Ein Film auch über Schweigen und Sprechen über das „Dritte Reich“ und die Shaoh und die Kunst, Respekt zu zeigen. Für das anschließende Filmgespräch freuen wir uns auf den Jenaer Zeithistoriker Dr. Tobias Freimüller. Er forscht zur Geschichte deutscher Juden nach der Shoah.

„Die Wohnung“: am Montag, 28. Januar, um 20.00 Uhr im „Kino im Schillerhof“. Studierenden wird wieder ein ermäßigter Eintritt von 4 Euro gewährt.

Info-Karte von GESCHICHTE GESTALTEN

 

Wanderausstellung zur Geschichte der Zwangsarbeit im NS wurde in Warschau eröffnet

Bis zum 8. März 2013 ist die internationale Wanderausstellung „Zwangsarbeit. Die Deutschen, die Zwangsarbeiter und der Krieg“ im Königsschloss von Warschau zu sehen. Zuvor fand die Sonderausstellung der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora in Berlin, Moskau und Dortmund großes Besucherinteresse.
Sie erzählt exemplarisch die Geschichte eines nationalsozialistischen Verbrechens: Während des Zweiten Weltkriegs wurden insgesamt 20 Millionen Männern, Frauen und Kinder als Fremdarbeiter, Kriegsgefangene oder KZ-Häftlinge zur Arbeit in Deutschland oder in den besetzten Ländern gezwungen.

www.ausstellung-zwangsarbeit.org

Achim Landwehr erhielt den Essaypreis der Zeitschrift WERKSTATTGESCHICHTE

Für seinen Beitrag „Die Kunst, sich nicht allzu sicher zu sein: Möglichkeiten kritischer Geschichtsschreibung“ erhielt der Historiker Achim Landwehr (Uni Düsseldorf) den vom Verein für kritische Geschichtsschreibung verliehenen Essaypreis.

An diesem erstmals ausgeschriebenen, mit 500 € dotierten Essaypreis der Zeitschrift WerkstattGeschichte hat sich auch die Jenaer Geschichtsstudentin Teresa Gärtner mit Erfolg beteiligt. Ihr Essay über historische Karten soll neben anderen, besonders überzeugenden Einsendungen in einer der nächsten Ausgaben von WerkstattGeschichte publiziert werden.

Download des Preisträger-Essays von Achim Landwehr

Letzte Veröffentlichungen am Lehrstuhl

GULAG. Spuren und Zeugnisse 1929–1956, hg. von Volkhard Knigge und Irina Scherbakowa, im Auftrag der Gesellschaft „Memorial“, Russland, in Verbindung mit der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora, (Wallstein) Göttingen 2012.
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Axel Doßmann, An der innerdeutschen Grenze. Die Saalebrücke auf der Autobahn Berlin-München 1936-2006, Erfurt 2012 (2. Auflage).
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Axel Doßmann, Häftlingsbilder verstehen. Harun Farockis Montagen mit Filmmaterial aus dem NS-Lager Westerbork, in: Fotogeschichte Jg. 32 (2012), Heft 125  (Themenheft: Fotografie und Gewalt), S. 49-60.
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Axel Doßmann, Container als Versprechen. Über das Unheimliche einer operativen Architektur, in: Das Motiv der Kästchenwahl. Container in Psychoanalyse, Kunst und Kultur, hg. von Olaf Knellessen und Insa Härtel, (Vandenhoeck & Ruprecht) Göttingen 2012, S. 39-58.
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Der Holocaust in aktuellen Schulgeschichtsbüchern: eine Kritik

Wir laden ein zu Vortrag und Diskussion: Am 14. November 2012 ist Prof. Dr. Thomas Sandkühler (HU Berlin) Gast im Zeitgeschichtlichen Kolloquium. Sein Thema: "Auschwitz als Paradigma. Eine Kritik zur Darstellung der Judenvernichtung in neueren Schulgeschichtsbüchern". Beginn um 18 Uhr in der Zwätzengasse 4. Studierende sind wie immer herzlich willkommen.

Willkommen zum Wintersemester: unser Lehrangebot

Nach unserer dritten Joint Israeli-German Summer School in Israel finden die Seminare ab Oktober wieder in Jena statt. Sie sind wie stets herzlich eingeladen zu intensiver Auseinandersetzung mit Geschichte in Medien und Öffentlichkeit:

Hauptseminar:
– Heillose Geschichte. Oder: Kann man aus historischen Katastrophen lernen? (Prof. Dr. Volkhard Knigge)

Seminare / Aufbaumodule / Übungen:
– Historische Verbrechen darstellen: Fallbeispiele aus Wissenschaft und populären Medien (Dr. Axel Doßmann)
– Geschichte wird gemacht: 1989/90 als Gegenstand öffentlicher Deutung von 1989 bis in die Gegenwart (Dr. Axel Doßmann)

Weitere Informationen

 

Bis 21. Oktober in Weimar: Ausstellung „GULAG. Spuren und Zeugnisse 1929–1956“

Die im August eröffnete Ausstellung „GULAG. Spuren und Zeugnisse 1929–1956“ ist noch bis 21. Oktober zu Gast im Schiller-Museum Weimar. Die Wanderausstellung präsentiert zum ersten Mal in Deutschland Spuren und Zeugnisse des sowjetischen Lagersystems, die die Menschenrechtsorganisation „Memorial“ seit den 1980er Jahren aus der gesamten ehemaligen Sowjetunion zusammengetragen hat.

www.ausstellung-gulag.org
Begleitprogramm zum Download